Die 4.E "gewinnt" einen Autor!

Keine/r der damaligen 3.E, heutigen 4.E dachte im vergangenen Jahr daran, als SchülerInnen verschiedener dritter und vierter Klassen an der „Buchliebling-Wahl 2011“ teilnahmen, dass sich aus dieser Aktion eines Tages Kapital schlagen lassen würde. Im Oktober 2010 füllten sie alle brav ihre Fragebögen bezogen auf Lesegewohnheiten und private und schulische Lieblingsbücher aus.

Als Mag. Maria ZINS (KV der 3.E/4.E) im Mai 2011 vom steirischen Service Center für Leseförderung die Nachricht erhielt, ihre Klasse hätte eine Autorenlesung gewonnen, waren die SchülerInnen zwar erfreut, aber nicht wirklich euphorisch.

Nach langem Hin und Her und unterstützt von unserer Schul-Bibliothekarin Mag. Stephanie Staffa entschied sich die Klasse für den Jugendbuch-Autor Robert KLEMENT. Terminisiert wurde die Lesung auf den 5.12.2011.

Die Kinder recherchierten zeitgerecht im Internet zu Person und Texten dieses Autors und fanden heraus, dass der St. Pöltner offenbar weit gereist und an ganz gewissen Themen interessiert war.

Als er denn am vergangenen Montag in der 5. Stunde vor der 4.E samt KV stand, waren sie alle nicht ganz unwissend. Ein hagerer, ziemlich drahtig und zäh wirkender Mann um die 60 betrat den Raum, stellte sich kurz vor und war schon in den ersten Inhalt eingetaucht. „Auf den Spuren des Schneeleoparden“ wurde zunächst aus dem Gedächtnis und dann auch in Form einiger Leseproben vorgestellt. 4E und Robert Klement

Ähnlich verfuhr der Autor mit den Romanen „Das Todesriff“, „70 Meilen zum Paradies“ und „Die Kinder von Leninakan“. Die SchülerInnen lauschten sehr konzentriert. Das Spannende an dieser Lesung war, dass der Autor die Orte seiner Handlungen selbst gesehen, mit den Personen aus seinen Texten selbst geredet hat. Er hat tatsächlich einen Schneeleoparden gesehen - allerdings einen in einer Wildererfalle grausam verendeten. Er hat mit den Eltern der Kinder gesprochen, die 1988 beim Erdbeben in Leninakan (Armenien) ums Leben gekommen sind. Die Frage, warum das Beben nicht zehn Minuten später hatte losbrechen können, denn dann wären ihre Kinder auf dem Heimweg gewesen und vielleicht mit dem Leben davon gekommen, hat ihn besonders bewegt. Er hat sich von Bootsflüchtlingen auf der italienischen Insel Lampedusa erzählen lassen, wie sie diese 70 Meilen von Tunesien bis Italien überstanden haben.

Die 50 Minuten dieser einen Unterrichtstunde waren viel zu kurz. Das Läuten wurde diesmal von vielen als echt lästig empfunden. Schade, dass solch überraschende Ereignisse nicht öfter den Alltag des Unterrichtens unterbrechen!